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1:1 NAT

warnung

Experten-Funktion​

Swisscom empfiehlt, diese Funktion nur von erfahrenen IT-Spezialisten konfigurieren zu lassen. Fehlkonfigurationen können zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen, welche sowohl die Kundeninstallation als auch die Reputation negativ beeinträchtigen können.

Details sind den FAQ zu entnehmen


1:1 NAT (Network Address Translation), auch bekannt als Static NAT, ordnet eine interne, private IP-Adresse fest einer externen, fixen IP-Adresse zu. Im Gegensatz zum herkömmlichen Port Forwarding (PAT) werden hierbei alle Ports und Protokolle transparent durchgereicht.

Beim 1:1 NAT bleibt die Zuordnung zwischen der privaten und der öffentlichen Adresse permanent bestehen. Dies ist bidirektional:

  • Inbound: Traffic an die öffentliche IP wird an die interne IP weitergeleitet.
  • Outbound: Traffic vom internen Host erscheint im Internet unter der spezifischen öffentlichen IP.

Typische Anwendungsfälle:​

  • Mehrere Server mit eigener öffentlicher IP: Jeder Server (Web, Mail, Datenbank) ist unter einer dedizierten öffentlichen IP erreichbar.
  • Firewall-Management vereinfachen: Regeln können pro öffentlicher IP statt pro Port definiert werden.
  • VoIP-Telefonanlagen: PBX-Systeme die eine feste öffentliche IP fĂĽr SIP-Trunk benötigen.
  • Hosting-Szenarien: Mehrere Dienste auf unterschiedlichen Servern, jeweils mit eigener IP.

1:1 NAT konfigurieren​

  • Auf dem Router-Portal unter Netzwerk → Ă–ffentliche Adressen
  • 1:1 NAT-Option aktivieren
  • Firewall-Einstellungen prĂĽfen. Je nach gewähltem Modus mĂĽssen entsprechende Regeln hinzugefĂĽgt werden.

Einschränkungen​

  • Bei BNS/EC-S Vertrag nicht verfĂĽgbar
  • Ohne Option "Fix IP" nicht verfĂĽgbar (benötigt min. 4 Fix IP)

FAQ 1:1 NAT​

Worin liegt der Unterschied zwischen 1:1 NAT und Port Forwarding?
  • 1:1 NAT: Alle Ports und Protokolle werden von einer öffentlichen IP auf eine interne IP gespiegelt.
  • Port Forwarding: Nur bestimmte Ports (z. B. Port 80 oder 443) werden weitergeleitet. Kurz gesagt: 1:1 NAT ist eine vollständige Adressabbildung, während Port Forwarding eine teilweise ist.
Welche Risiken hat 1:1 NAT?
  • Jeder Server im LAN ist direkt ĂĽber eine öffentliche IP erreichbar → höhere Angriffsfläche.
  • Firewall-Regeln mĂĽssen sorgfältig konfiguriert werden.
  • Fehlerhafte Konfiguration kann interne Systeme ungeschĂĽtzt exponieren.
Funktioniert 1:1 NAT auch mit IPv6?

Grundsätzlich nicht nötig. In IPv6 gibt es genügend öffentliche Adressen, daher entfällt in der Regel die NAT-Funktion. IPv6 setzt eher auf direktes Routing und Security über Firewalls statt auf NAT.

Kann 1:1 NAT mit VPN-Verbindungen Probleme verursachen?

Ja, insbesondere bei IPSec-VPNs, da diese IP-Adressen direkt in die Tunnel-Authentifizierung einbeziehen. In solchen Fällen kann „NAT-Traversal (NAT-T)“ helfen.

Kann ich mehrere 1:1 NAT-Regeln konfigurieren?

Ja, sofern Sie über mehrere öffentliche IPs verfügen. Jede Regel bildet eine eindeutige Paarung (eine öffentliche ↔ eine private IP).

Werden PPP-Internetverbindungen (mit Option Fix-IP) regelmässig unterbrochen?

Ja. Rund einmal pro Woche wird die PPPoE-Session vom RADIUS-Server fĂĽr einige Sekunden unterbrochen.

  • Zeitfenster: ca. alle 7–8 Tage, zwischen 01:00 und 05:00 Uhr
  • Dauer: wenige Sekunden (automatischer Reconnect)

Warum?
Swisscom betreibt in der Schweiz ca. 64'000 PPPoE-Sessions auf 12 ISG-Servern. Da PPP-Sessions statisch sind (sie bleiben auf dem ISG, auf dem sie initial eingeloggt wurden), wĂĽrde ohne periodischen Disconnect eine Ungleichverteilung entstehen.

Der sogenannte „Max-Session-Timer" erzwingt einen kurzen Unterbruch, damit:

  • Load-Balancing: Die Sessions gleichmässig auf alle 12 ISGs verteilt werden und eine Ăśberlast einzelner Server systematisch verhindert wird.
  • Wartung: Swisscom bei Maintenance-Arbeiten an einzelnen ISG-Instanzen (Hardware, Software, Konfiguration) die betroffenen Sessions sauber entkoppeln kann.
tipp

Dieser Unterbruch betrifft nur Anschlüsse mit der Option „Fixe IP-Adresse" (PPPoE). Standard-DHCP-Anschlüsse sind nicht betroffen.


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